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James Last - Stationen einer Karriere

Biografie

Nach seiner Ausbildung als Kadett an den Heeresmusikschulen in Frankfurt am Main und Bückeburg spielte er, 17 Jahre jung und damals noch als Hans Last, ab 1946 auf Initiative von Hans Günther Oesterreich als Bassist mit seinen Brüdern Werner und Robert im Tanz- und Unterhaltungsorchester von Radio Bremen und im Last-Becker Ensemble. Sein Bruder Werner machte später selbst Karriere unter dem Namen Kai Warner, und sein Bruder Robert Last spielte in der Erstbesetzung der James-Last-Band Schlagzeug. 1955 ging er zum NDR-Orchester nach Hamburg. In den frühen 1950er Jahren gewann Last mehrere "Jazzpolls" als Jazz-Kontrabassist.

1964 erhielt er von Polydor einen eigenen Plattenvertrag. Mit seinem Orchester James Last & His Orchestra – eine durch Streicher und Chor erweiterte Big Band – begann er nun, zum Teil selbst komponierte, zum Teil umarrangierte Instrumentalstücke aufzunehmen. Sein Repertoire reicht hierbei vom Swing über Pop und Volkslied bis zur Klassik. Mit dem Album „Non Stop Dancing“ begann eine Karriere, die ihn zu einem der erfolgreichsten Tonkünstler weltweit machte. Bis heute hat er über 80 Mio. Tonträger verkauft.

Besonders in den 70er Jahren galt James Last als „Partykönig“. Er schuf Medleys, die fortlaufend populäre Musik in einem charakteristischen Tanzmusikstil darboten. Diese Party-Musik fand ihr Publikum zwischen den Anhängern der damaligen Rockmusik und der traditionellen Tanzmusik.

Darüber hinaus arbeitete er mit vielen Künstlern zusammen, wie Wencke Myhre, Freddy Quinn, Richard Clayderman, René Kollo, Helmut Zacharias, Edward Simoni, Fettes Brot und andere. Für Elvis Presley komponierte er das Stück „Fool“, das der „King of Rock´n´Roll“ auf seiner ersten RCA-Platte aufgenommen hatte. Anlässlich seines 75. Geburtstages erschien die CD „They call me Hansi“ in Zusammenarbeit mit RZA, Jan Delay, Herbert Grönemeyer, Tom Jones, Hayley Westenra, Luciano Pavarotti, Xavier Naidoo, Nina Hagen und Till Brönner.

Zu seinen erfolgreichsten Eigenkompositionen gehören „Games That Lovers Play“, „Happy Luxemburg“ oder auch Titelmelodien deutscher Fernsehserien wie „Der Landarzt“ oder „Das Traumschiff“ sowie die Erkennungsmelodie zu der erfolgreichen Musiksendung „Die ZDF-Hitparade“ mit Dieter Thomas Heck, aber auch die Filmmusik deutscher Spielfilme wie „Der Kapitän“ (1971) mit Heinz Rühmann oder „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“ (1968) und „Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft“ nach den Erfolgs-Romanen von Eric Malpass. Für die 1968 bis 1980 ausgestrahlte ZDF-Sendung „Starparade“ mit Rainer Holbe komponierte er nicht nur die Titelmusik, sondern er begleitete die Sendungen auch regelmäßig mit seinem Orchester. Seine Komposition „Der einsame Hirte“ wurde 1977 von dem Panflötenvirtuosen Gheorghe Zamfir interpretiert und erlangte rund 25 Jahre später als Filmmelodie von „Kill Bill: Vol. 1“ Kultstatus.

1997 starb seine Frau Waltraud, mit der er 42 Jahre lang verheiratet war. Aus der Trauer führten ihn, wie er sagt, der Glaube, seine Musik und seine zweite Frau Christine. James Last und Christine leben heute in Florida.

Gemeinsam mit Herbert Grönemeyer hat James Last für dessen erstes „Best Of“- Album, das am Ende 2008 erschien, den Titel "Live Again/Immer und nochmal" aufgenommen.

James Last gab zahlreiche Tourneen auf allen Kontinenten. Im April 2008 erschien die DVD „James Last – Live At The Royal Albert Hall“, die das 85. Konzert des Bandleaders in der ehrwürdigen Londoner Halle festhält. Eine weitere Tournee anlässlich seines 80. Geburtstages „James Last – Mit 80 Jahren um die Welt“ führte ihn im Frühjahr 2009 durch 23 europäische Städte.

 

Tabellarische Biografie
1929

am 17. April in Bremen geboren

1939

erste Klavierstunden

1943

Heeresmusikschule Bückeburg, Lieblingsinstrument: Bass

1945

gehört er zu den jungen Leuten, die sich für die aus Amerika kommenden neuen Klänge des Jazz und Swing interessieren. Der amerikanische Militärsender AFN Bremerhaven ist die erste Informationsquelle.

1946

Gemeinsam mit seinen Brüdern Robert und Werner spielt er im neu gegründeten Tanz- und Unterhaltungs-Orchester von Radio Bremen.

1948

Gründung des Last / Becker-Ensembles

1950

Fachjournalisten wählen James Last im Deutschen Jazzpoll in diesem wie auch in den folgenden zwei Jahren zum besten Bassisten.

1955

Mitglied des NWDR-Tanzorchesters

1956

Erste Bearbeitung für den Funk; Arrangeur für Freddy Quinn, Caterina Valente und Helmut Zacharias

1963

Erste LP/ MC "Die gab's nur einmal" als Orchester Hans Last und die Rosenkavaliere*

1964

Zweite LP/ MC "Die gab's nur einmal – Folge 2" als Orchester Hans Last und die Rosenkavaliere*

1964

Plattenvertrag mit der Polydor

1965

Erste LP-Produktion „Non Stop Dancing“

1966

komponiert er „Games That Lovers Play“

1967

James Last platziert vier LP’s zur gleichen Zeit auf den ersten Plätzen der englischen Hitparade.

1968

Fachhandel wählt James Last Band zum „Orchester des Jahres“

1969

Tournee durch Kanada; MlDEM-Trophäe; Deutscher Musikpoll wählt James Last Band zum „Beliebtesten Orchester“; Auszeichnung als „Arrangeur des Jahres“; Deutscher Schallplattenpreis für Gesamtaufnahme der „Dreigroschenoper“ (Fono Forum)

1970

Tourneen durch die Bundesrepublik Deutschland und Dänemark; die Fachzeitschrift Musikmarkt wählt ihn zum erfolgreichsten Instrumental-lnterpreten; „Beliebtestes Orcheste“ im deutschen Musikpoll

1971

Tourneen durch Großbritannien, Niederlande, Belgien; „Goldenes Grammophon“; erfolgreichster Instrumental-lnterpret (Musikmarkt); „Beliebtestes Orchester“ im deutschen Musikpoll; „Silbermöwe“ als beliebtester Künstler für leichte Musik (Hamburger Abendblatt)

1972

Viel beachtete Tournee durch die damalige Sowjetunion*

1974

Europa-Tournee; Wohltätigkeits-Konzert in Berlin vor dem Schöneberger Rathaus (60.000 Zuhörer); vier Freiluft-Konzerte in Torremolinos/Spanien; „Ehrenlöwe“ von Radio Luxemburg

1975

Europa-Tournee; Tournee durch Ostasien, Australien und Neuseeland; „Goldener Notenschlüssel“; „Goldene Westfalenhalle“; erste Schallplattenproduktion in den USA mit dem Titel „Well Kept Secret“

1976

Tournee durch England und Irland; „Tanz in den Mai“ in der Westfalenhalle Dortmund; Tournee durch Skandinavien, Deutschland und Österreich; „Star Of The Year“ verliehen von den englischen Fachzeitschriften Musik Week und Billboard

1977

Tournee in der Schweiz, England, Irland und in Holland; Konzert in Danzig; „Robert Stolz Preis 1977“ von der Robert Stolz-Stiftung

1978

Bundesverdienstkreuz am Bande, überreicht von Bundespräsident Walter Scheel
Große Russland-Tournee im Auftrag des Goethe-Institutes*

1979

James Last erhält die „Goldene Kamera“ von der Zeitschrift „Hör Zu“

1980

Verleihung der 150. Goldenen Schallplatte; Tournee durch England und Fernost; Preis der US-Fachzeitschrift „Cashbox“ für „The Seduction“ als beste Instrumental-Produktion des Jahres

1981

Große Tournee durch Deutschland und England

1982

Single-Hit mit „Biscaya“; Tourneen durch Benelux, Skandinavien, Südafrika

1983

Tournee durch England und Irland; Aufzeichnung der „ Rose Of Tralee“; Aufzeichnung der Sendung „Die größten Songs der Beatles“; Tournee durch Deutschland

1984

Tournee in Großbritannien

1985

Konzerte in der Royal Albert Hall in London

1986

letztes der legendären James Last - Kostümfeste in der Hamburger Ernst-Merck-Halle; Tournee durch Großbritannien

1987

weitere Tourneen in Großbritannien, Irland, Holland und Belgien; Gastspielreise durch die DDR mit Konzerten in Cottbus, Gera und Berlin-Ost, im Palast der Republik und TV-Aufzeichnung des Konzertes im „Palast der Republik“; Fernsehsendung „Kinder unserer Welt“ in Berlin-West

1988

„ARD Wunschkonzert“/TV in Hannover; Großbritannien- und Europa-Tournee

1989

Open Air-Veranstaltung anlässlich seines 60. Geburtstages als TV-Geburtstagssendung vom Rathausplatz in Bremen; fünf Konzerte im Palast der Republik/Berlin-Ost; zwei Konzerte in der Dresdner Semperoper mit René Kollo; Beneluxtournee

1990

Konzert in der Royal Albert Hall

1991

Tournee durch Irland, Großbritannien, Holland und Belgien; „Sonntagskonzert“/TV in Wiesbaden; Verleihung der „Goldenen Stimmgabel“ durch das ZDF als Sonderpreisträger für langjährige internationale Erfolge

1992

RTL-Sendung „Musikrevue“ mit Peter Kraus in Zürich; TV-Aufzeichnungen „Eviva Espana“ in Barcelona, Sevilla, Granada/Spanien; Tourneen durch Großbritannien, Holland und Belgien

1994

Mehrere TV-Shows, u.a. ZDF-Sendung „Weihnachten mit James Last“ mit Künstlern wie Milva, Richard Clayderman und Hans Clarin in der Basilika Ottobeuren/Allgäu; Verleihung des Preises „Goldene Eins“

1995

Verleihung des „Echo 1994 Life Award“ - Ehrenpreis für das Lebenswerk eines deutschsprachigen Künstlers; Tourneen durch Großbritannien, Belgien und Holland; TV-Aufzeichnung der „Beach Party“ in Key Biscayne/Florida

1996

Produktion zweier neuer Alben mit Russlandmelodien und aktuellen Hits; nach 10 Jahren erste große Deutschland-Tournee mit 16 Konzerten
Tod seiner Frau Waltraud

1999

James Last feiert in London im Anschluss an ein großartiges Konzert in der Londoner Royal Albert Hall in Anwesenheit seiner Familie, seines Orchesters, zahlreichen Vertretern der Polydor, des Managements, Freunden und Fans seinen 70. Geburtstag!
Große Europatournee mit fast 50 Konzerten in Deutschland, England, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien und Holland.
150.000 verkaufte Tickets – die erfolgreichste Tourneeproduktion des Jahres! Drei neue CDs!
Im Juni Hochzeit mit Christine, geb. Grundner
Ehrung seines Lebenswerkes: am 8. September wird die erste „Platin Stimmgabel“ in der Geschichte an James Last verliehen.
„The Gentleman of Music" erobert Amerika: Die James Last-Show wird USA-weit von allen bekannten TV-Stationen sehr erfolgreich ausgestrahlt.

2001

Album-Neuerscheinungen „Ocean Drive, „ABBA“ und „Gentleman of Music“ als Live - CD, -Video und erstmals auch als DVD!
Oktober/November Großbritannien-Tournee und erstmals nach 15 Jahren wieder Konzerte in Irland!

2002

Deutschland-Arena-Tournee im April/Mai mit 26 Konzerten; TV-Produktion für PBS / USA, Video und DVD: „A World of Music“; sensationelle China-Tournee im September; Europatournee im Oktober/November mit 28 Konzerten

2004

James Last feiert seinen 75. Geburtstag! Tournee durch England, Irland, Skandinavien im April und Mai mit 17 Konzerten, davon drei in der Londoner Royal Albert Hall; große Arena-Tournee von Oktober bis Dezember mit 35 Konzerten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Luxemburg, Holland; Jubiläums-CD „They call me Hansi“
Veröffentlichung der Autobiografie „Mein Leben“ (Heyne Verlag, September) und der CD „live in Europe 2004“
Große Europatournee „The LAST Tour 2006“, im Oktober und November mit 31 Konzerten

2005

Platz 1 in der von RTL ermittelten Chart-Hitparade (Die erfolgreichsten Stars der Geschichte: Diese Hitparade wurde aus den offiziellen Album-Charts ermittelt, die es seit 1970 gibt: Für eine Woche auf der 1 gab es 10 Punkte, für den 2. Platz 9 und so weiter; James Last war mit 36 Alben vertreten.)*

2007

“The LAST Tour – Teil II”: 14 Konzerte in Deutschland, Belgien und Großbritannien. 3 Konzerte in der Royal Albert Hall / London (sein 85. Konzert in dieser Halle) – aufgenommen und produziert für PBS

2008

Veröffentlichung der DVD und CD “JAMES LAST live at Royal Albert Hall“ im April 2008, produziert während der Tournee 2007
Auf Herbert Grönemeyers erfolgreichem „Best Of“- Album, erscheint der Titel "Live Again/Immer und nochmal", den die beiden großen deutschen Künstler gemeinsam aufgenommen haben.

2009

Tournee “Mit 80 Jahren um die Welt”, 23 Konzerte durch Europas größte Hallen (Schwerpunkt: Deutschland)

   
Quelle: Wikipedia, April 2008


 
 
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